30.04.2017 - Arbeiterkampftag - Mobilisierung in Altmühlfranken

Im Vorfeld des antikapitalistischen Aktionstags unserer Partei am 22. April 2017 (Aufruf) kam es in Altmühlfranken zu mehreren Flugblattverteilungen, um die Bürger im Rahmen der Kampagne „Kapitalismus zerschlagen – Für Familie, Heimat, Traditon“ auf unser Anliegen aufmerksam zu machen und natürlich auch, um auf die Abschlussdemonstration am 1. Mai in Gera hinzuweisen. Insbesondere in Gunzenhausen, Treuchtlingen und Pappenheim konnten mehrere hundert Flugblätter an Anwohner und Passanten verteilt werden.

Erst einmal mag man denken, dass so eine Mobilisierung in einer Großstadt wie München, Ingolstadt oder Nürnberg besser aufgehoben wäre, wo es eine größere Arbeitslosigkeit, einen größeren Lohndruck und ein größeres Heer an Arbeitssklaven gibt, die für die Profite skrupelloser Großkonzerne schuften müssen. Aber diese Mobilisierung ist auch in einer ländlichen Region wie Altmühlfranken, die mittelständisch geprägt ist, genau richtig. Schon heute sind in der Region nach offizieller Statistik rund 40% der Einwohner über 50 Jahre alt. 20% sind über 70 Jahr alt. Die Jugend zieht weg, geht in die Städte. Von der arbeitenden Bevölkerung pendelt ein wesentlicher Teil in andere Landkreise und Städte und ist gezwungen Stunden auf der Straße in die nächste Großstadt zu verbringen, vielleicht sogar nur am Wochenende daheim zu sein. An Familie und Kinder ist bei so einer Situation kaum zu denken. Dieses Jahr wird in der Kampagne zum Arbeiterkampftag ganz konkret gefordert:

Stärkung des ländlichen Raums durch Ansiedlung von Industrie und Ausbau der Landwirtschaft. Die Arbeit zu den Menschen und nicht die Arbeiter zu den Maschinen um den Bevölkerungsschwund entgegenzutreten.

Nur wenn es gelingt den Mittelstand, das Rückgrat der deutschen Volkswirtschaft, wieder zu stärken und mittelständische Industrie und Landwirtschaft in Regionen, genau wie Altmühlfranken, in Städten wie Gunzenhausen, Treuchtlingen und Pappenheim wieder erfolgreich zu machen, dann ist ein Schritt getan, weg vom reinen Profitinteresse der Großkonzerne und hin zu einer raumgebundenen Volkswirtschaft, wie Sie der III. Weg in seinen Zielen fordert. Statt als Arbeitssklave entwurzelt und in die Städte gezwungen zu werden, wollen wir, dass die Jugend wieder eine Perspektive in der Heimat hat. Vor einigen Jahren hat man über dieses Thema in Bayern noch geschmunzelt und es als ein mitteldeutsches Phänomen abgetan.Es waren halt die „Ossis“ die eh alle weg wollten aus der alten Heimat, aus der ehemaligen DDR. Heute ist die Vergreisung ganzer Landstriche auch bei uns grausame Realität.